Maker Spotlight Aisling Phelan: Digitale Kunst trifft auf MakerSpace
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Die irische Künstlerin Aisling Phelan setzt ihr aktuelles Projekt in der GRAND GARAGE um. In ihrer Arbeit lässt sie sich nicht auf ein Medium festlegen, sie nutzt 3D-Modelle, KI, Video, Fotografie und interaktive Technologien.
Wozu braucht eine digitale Künstlerin also unseren MakerSpace?
Sie sagt: „Ich arbeite seit sieben, acht Jahren digital und wollte immer ein physisches Element in meine künstlerische Praxis einbringen. Nun habe ich ein Projekt entwickelt, bei dem der Ursprung der Arbeit digital ist, aber das Endprodukt etwas Physisches sein sollte. Ich habe viel darüber nachgedacht, was dieses physische Element sein soll, und recyceltes Plastik erschien mir sehr passend. Als ich hier mehr über die Arten von Plastik lernte, die wir im Alltag verwenden, und darüber nachdachte, wie viele davon zu etwas anderem verarbeitet werden können, fühlte es sich wirklich stimmig an. Die Arbeit bezieht sich auch auf die physische Präsenz von nicht-menschlichen Identitäten, daher war es wichtig für das Konzept, über den Ursprung der Materialien nachzudenken und ihnen ein zweites Leben zu geben – das fühlte sich wie eine kohärente Entscheidung an.“
Community als Schlüssel
Aisling hat bereits Erfahrung mit Makerspaces, so war sie schon Mitglied in einem FabLab in Berlin. Was ihr dort besonders gefallen habe, sei die Community gewesen, erzählt sie: „Wenn man neu in der Stadt ist, ist es cool diese Räume zu haben, wo man sofort seine Leute findet – und auch seine Ideen in die Realität umsetzen kann.”
Und was hat ihr das Arbeiten hier für ihre künstlerische Praxis gebracht?
„Die Kombination meiner Arbeit hier mit dem, was ich im Masterstudium mache, war wirklich interessant: Die konzeptionellen Impulse bekomme ich von meinen Tutoren und aus den Texten, die ich im Kurs schreibe. Aber dann sind hier all diese Maschinen, die wir auf der Kunstuniversität nicht haben, und es ist einfach eine Erweiterung der Unterstützung. Selbst an den wenigen Tagen, an denen ich allein gearbeitet habe, sind Leute reingekommen, weil sie gehört haben, woran ich arbeite. Es gibt eine schöne Atmosphäre hier. Manchmal, wenn ich zu lange allein an einer Idee arbeite, zweifle ich: ‚Das ist eine schreckliche Idee, warum mache ich das überhaupt?‘ Deshalb ist es schön, mit Menschen zusammen zu sein, die dir neue Einsichten geben, und ich denke, das ist wirklich entscheidend für die Arbeit.“
Aisling macht derzeit ihren Master in Interface Cultures an der Kunstuniversität Linz und wird ihre neueste Arbeit im Zuge des Kunstfestivals Linz FMR (3. bis 7. Juni, Areal Schlossmuseum) ausstellen.
Das Gespräch wurde in englischer Sprache geführt und für diesen Beitrag ins Deutsche übersetzt. Das Originalinterview ist als Video verfügbar:
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